Lokale Aktionsgruppe Harz bestätigt Projektideen
Kürzlich bestätigte das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe Harz auf seiner Sitzung in der Fürst-Stolberg-Hütte Ilsenburg 24 neue Projekte. Nachdem der Vorstand ebenfalls grünes Licht gab, können die Projektträger nun Anträge auf EU-Fördermittel stellen.
Die Stadt Blankenburg plant einen touristischen Startpunkt in Timmenrode, der als attraktiver Einstieg für eine Wanderung zur Teufelsmauer dient. Außerdem möchte sich die Stadt an dem Kooperationsprojekt „Straße der Welfen“ beteiligen, das welfische Kulturgüter wie die Schlösser in Blankenburg, aber auch Stätten in Wolfenbüttel und Osterwieck sichtbarer machen soll.
Die Ilsenburger Freizeit Bau GmbH hat sich die Sanierung des Fußbodens und die Erneuerung der Beschallungsanlage in der Harzlandhalle vorgenommen. Der Waldbesitzer Cornelius Meyer-Stork möchte eine Köhlerhütte im Drübecker Wald herrichten. Der Museumsförderverein Fürst-Stolberg-Hütte Ilsenburg plant in der Gießereihalle fünf große Holztore einsetzen zu lassen und einen Vorhang sowie eine Leinwand für Veranstaltungen anzuschaffen. In Darlingerode möchte der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr eine Sitzecke hinter dem Gerätehaus überdachen und so den Platz noch besser als Treffpunkt und für Feste nutzen.
Auf dem Kirchplatz in Benneckenstein soll von der Evangelischen Regionalgemeinde Stadtkirche Elbingerode ein Bücherschrank und eine Sitzgruppe installiert werden. Matthias Herdam möchte in Königshütte ein Haus sanieren und es zu einem Ferienobjekt umbauen. Der Osterfeuer e. V. plant, das Haus der Vereine in Hasselfelde zu sanieren. Der beliebte Versammlungsort benötigt neue Fenster und eine neue Haustür. Außerdem sollen die Wände hergerichtet werden. Der Skiverein Hasselfelde möchte ein Loipenspurgerät anschaffen. Der Verein Unser Trautenstein hat sich die Sanierung des Parketts im Dorfgemeinschaftshaus vorgenommen. Die Schießstände in Benneckenstein und Stiege sollen von der Schützenkompanie Benneckenstein von 1752 bzw. dem Schützenverein Stiege modernisiert werden. Der Tourismusbetrieb der Stadt Oberharz am Brocken möchte drei Panorama Webcams anschaffen und die öffentliche WC-Anlage an der Baumannshöhle Rübeland erneuern.
Der Deutsche Alpenverein Sektion Wernigerode plant in Wernigerode mit LEADER/CLLD-Fördermitteln die Außenanlage eines künftigen Kletterzentrums zu gestalten. Dazu gehören ein Kletterturm, eine Boulderwand und ein Beachvolleyballplatz. Nancy Langer möchte zunächst das Dach eines Fachwerkhauses in Wernigerode sanieren um später dort eine Miet- und zwei Ferienwohnungen einzurichten. Im Kurpark Schierke plant die Stadt Wernigerode u. a. Wege auszubauen und sowohl Sportgeräte als auch Ruheliegen aufzustellen. Der FC Einheit Wernigerode hat sich die Installation von Mehrzweckcontainern an seinem Sportplatz an der Bielsteinchaussee vorgenommen. Sie sollen als Umkleide und Gerätelager dienen. Die Park und Garten GmbH Wernigerode plant den Neubau einer Minigolfanlage im Bürgerpark Wernigerode.
Der Förderverein Jungborn Harz möchte zwei neue Lichtlufthäuschen und eine Sauna auf seinem Gelände in Stapelburg installieren. Der TSV 1893 Langeln plant die Sanierung des Naturrasenplatzes. Der Modellflugclub Wernigerode möchte sein Vereinsheim in Wasserleben sanieren. Und die Schützenbrüderschaft Veckenstedt 1546 plant, seinen Vereinsraum mit einer Schallschutzdecke samt Beleuchtung zu versehen.
Die gesamte Fördersumme aller 24 LEADER/CLLD-Projekte beläuft sich auf ca. 2 Mio. Euro.
Der Kerngedanke der EU-Fördermethode LEADER/CLLD besteht darin, dass Bürger die regionale Entwicklung aktiv mitgestalten. Menschen vor Ort entscheiden daher, welche Projekte einen Nutzen für die Region erfüllen und besonders förderwürdig sind. Das Entscheidungsgremium, eine Art Jury, setzt sich aus Vertretern von Kommunen, Vereinen, Kirchen und Unternehmen zusammen. Zum Gebiet der Lokalen Aktionsgruppe Harz gehören die Städte Blankenburg, Ilsenburg, Oberharz am Brocken, Wernigerode und die Gemeinde Nordharz. In der aktuellen Förderperiode ist sie mit einem Budget von rund 10 Mio. Euro ausgestattet, das sich aus drei EU-Fonds speist.


